ZVI-Überblick

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ZVI (Zones of Visual Influence) ist ein windPRO-Modul zur Berechnung und Darstellung des visuellen Einflusses von Windenergieanlagen in der Landschaft. Hierunter fallen die folgenden Berechnungsarten:

  • Flächendarstellung für
    • Anzahl sichtbarer WEA
    • Anzahl sichtbarer Windfarmen
    • Horizontaler Sehwinkel (wie breit ist eine Windfarm [°])
    • Vertikaler Sehwinkel (wie hoch ist eine Windfarm [°])
  • Tabellarische Darstellung der Flächenanteile für die o.g. Berechnungen
  • In einer erweiterten Interpretation des Begriffs "Sichtbarkeit" kann ebenfalls der Einfluss von WEA auf Radarstationen ermittelt werden, also wie "sichtbar" die WEA für diese sind.

Es gibt keine allgemeingültige Aussage, wie weit man WEA sehen kann bzw. in welcher Entfernung WEA noch für das Landschaftsbild oder Radarstation relevant sind. ZVI-Berechnungen werden oft während lokaler und regionaler Planungsphasen für neue WEA eingesetzt. Für konkrete Projekte kann ZVI einen Teil dazu beitragen, die Intensität der Umwelteinflüsse zu bewerten.

Eine Sichtbarkeitsanalyse ist ebenfalls geeignet für die Bewertung mehrerer Standortalternativen oder die Evaluierung geeigneter Aufstellungspunkte für WEA. Sollen Fotos für Fotomontagen erstellt werden, so gibt eine ZVI-Berechnung Aufschluss darüber, ob von den geplanten Fotopunkten aus eine Sichtbeziehung zum Windpark existiert.


ZVI Schritt für Schritt

  • Vorbedingung: Ein bestehendes windPRO-Projekt mit WEA-Layout und digitalem Geländemodell. Sollen mehrere Windfarmen betrachtet werden, sollen diese auf unterschiedlichen Objektlayern liegen.
  • (nur für Radar-Sichtbarkeit) Position und Höhe ü.Gr. der Radarstation(en)
  • Wenn notwendig, definieren sie sichtverschattende Geländetypen (z.B. Wald) und Hindernisse (z.B. Gebäude) mit Hilfe von Areal-Objekt und Hindernis-Objekt
  • Starten Sie die ZVI-Berechnung
  • Drucken Sie die Dokumentation der Berechnung und exportieren Sie ggf. Shapefiles der betroffenen Flächen zur Weiterverarbeitung in GIS


Berechnungsmethode

Die Sichtbarkeitsberechnung basiert auf einem digitalen 3D-Modell der Landschaft, errichtet auf Grundlage eines [Digitales Geländemodell|digitalen Geländemodells]. Weiterhin fließen lokale und flächenhafte Hindernisse (z. B. Waldgebiete) mit ein. Skizzenhaft lässt sich die Methodik der Berechnung folgendermaßen beschreiben: Ein “Strahl” wird von jedem Rasterpunkt des Geländes in Richtung jeder WEA (wahlweise obere Blattspitze oder Nabe) gesendet und dabei überprüft, ob der Strahl vom Relief oder den Hindernissen unterbrochen wird. Die Anzahl der nicht unterbrochenen Strahlen stellt die Anzahl der sichtbaren WEA dar.

Die Erdkrümmung sowie die terrestrische Refraktion wird bei der ZVI-Berechnung berücksichtigt.

Zusätzlich kann der vertikale und horizontale Sehwinkel berechnet werden. Der vertikale Sehwinkel bezeichnet von einem gegebenen Betrachtungspunkt aus den Winkel zwischen höchstem und niedrigstem sichtbaren Punkt einer WEA (oder, wenn für eine Windfarm berechnet wird, für die WEA, für die dieser Winkel am größten ist).

DE UMWELT ZVI (71).png

Der horizontale Sehwinkel bezeichnet von einem gegebenen Betrachtungspunkt den Abstand zwischen der äußersten Blattspitze der linken und der rechten sichtbaren WEA.

DE UMWELT ZVI (72).png

Benötigte Eingangsdaten

Folgende Eingaben sind im Vorfeld zu tätigen:

  • WEA-Koordinaten (x,y,z)
  • Nabenhöhe und Rotordurchmesser der WEA
  • Digitales Geländemodell
  • Wenn notwendig: Flächenhafte Hindernisse mit definierter Höhe über Grund in einem Areal-Objekt (Import aus DXF oder SHP-Dateien möglich)
  • Wenn notwendig: Einfache Hindernisse - ein Hindernis-Objekt gilt als sichtverschattend, wenn seine Porosität zwischen 0 und 0,4 (einschließlich) liegt.


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